4. Laden und Starten von Programmen

4.1 MC's und automatisch startende BASIC- Programme

Kurzform:
 1. "LOAD" auswählen oder eingeben
 2. Programm aussuchen, bzw. Band starten
 3. fertig (Viel Spaß mit dem gewählten Programm!)

Ausführlich:

Auch  wenn  die  meisten  der Punkte, die das CAOS-Menü  nach dem Start anzeigt,  für  Neulinge unverständlich sind, so sticht  doch ein Befehl heraus - mit "LOAD" werden  Programme  geladen. Nach dem  Aufrufen  des Befehls  mit den Cursortasten  und "ENTER" erwartet die KC-Software das Starten  des  Recorders. Soll das  Programm aus einer DOS-Datei geladen werden erscheint ein Bildschirm mit dem Inhalt des zuletzt ausgewählten Verzeichnisses. Hier können mit  Hilfe der Cursortasten und "ENTER" die Laufwerke  und Verzeichnisse gewechselt  und durchsucht werden, bis das gewünschte  Programm  gefunden ist. Nach  Auswahl  mit "ENTER" wird das Programm geladen.

Zusatzinfo:
- "LOAD" funktioniert auch, wenn es hinter einem der Prozentzeichen per
  Hand eingetippt wird. Die Menübefehle dürfen dabei auch überschrieben
  werden.
- Beim KC85/4 reicht die Eingabe von "L" als Abkürzung

Sollte jetzt nichts passieren oder  eine Fehlermeldung erscheinen, dann handelt  es sich  sehr  wahrscheinlich um  ein  BASIC-  oder  BASICODE- Programm. Dazu aber an entsprechender Stelle mehr.
Ob nach dem Laden des  Programmes etwas passiert,  also ob das Programm sofort gestartet wird, hängt davon ab, ob es mit dieser Möglichkeit bei seiner Erstellung abgespeichert wurde.

Automatisch gestartet werden:
- Programme  in Maschinencode,  deren  Startadresse  mit  dem  Programm
  abgespeichert wurde
- BASIC-Programme, die mit  einer Selbststart-Funktion  versehen wurden
- BASICODE-Programme,  die  zusammen   mit   dem   BASCODER  und  einer
  Selbststart-Funktion für BASIC- Programme abgespeichert wurden.

Wenn ein  Programm automatisch  startet, ist es  für einen Neuling kaum wichtig (und  sicher  nicht  notwendig), welche  der drei  aufgeführten Möglichkeiten  zutrifft.  Tut sich  trotz  erfolgreichem  Ladevorganges nichts, so  handelt  es  sich  mit  großer  Wahrscheinlichkeit  um  ein Programm in Maschinencode, das nicht Selbststartend ist. In diesem Fall ist "MENU" hinter  einem "%" einzugeben. Danach baut sich das CAOS-Menü neu auf, jetzt mit (mindestens) einem  neuen Eintrag. Das Programm kann nun angewählt und gestartet werden.

Zusatzinfo:
- In seltenen Fällen kann es sein, daß  nur ein sehr kurzer Ladevorgang
  erfolgt, danach ein Programm-Logo erscheint, und anschließend  wieder
  das Programm- Auswahlfenster  des Emulators geöffnet  wird. Auf einer
  KC-Programmkassette würde jetzt ein weiteres File folgen. Auf dem  PC
  müßte  die (hoffentlich richtige) Datei  jetzt ausgewählt werden. Der
  Ladevorgang wird danach fortgesetzt.
- Beim KC85/4 kann "MENU" mit "M" abgekürzt werden

4.2 BASIC- Programme

Kurzform:
 1. BASIC wählen
 2. bei "MEMORY END ? :" einmal Eingabetaste drücken
 3. mit "CLOAD"NAME"" Programm laden
 4. mit "RUN" das Programm starten

Ausführlich:

Im Bildschirm  für die  Auswahl  des  zu ladenden  Programmes, der  zum Beispiel nach  der Eingabe  von "LOAD"  (siehe oben)  erscheint, stehen neben den  Programmen Zusatzangaben.  Die rechte  Angabe besagt, welche KC-Programmart vorliegt.  Steht dort  Basic, so muß, bevor das Programm geladen werden  kann, zunächst  der BASIC-Interpreter gestartet werden.
Dies kann  durch Auswahl  von "BASIC" im  Startbildschirm des KC's oder durch Eingabe  von "BASIC"  hinter  einem  "%"  erfolgen.  Die  Abfrage "MEMORY END ?:" ist mit der Eingabetaste zu bestätigen. Jetzt erscheint die Eingabeaufforderung  des BASIC-Interpreters. Um nun ein Programm zu laden, ist  "CLOAD"Name"" (ohne die  äußeren  Anführungszeichen) einzugeben. Nachdem das Programm  geladen wurde, kann es mit "RUN" gestartet werden.

Zusatzinfo:
- Beim KC85/4 kann "BASIC" auch mit "B" abgekürzt werden.
- Eine  Besonderheit  des  Emulators  stellt die  Erleichterung für das
  Laden  von  BASIC-Dateien  dar. Es genügt  hinter "CLOAD" die Eingabe
  eines   beliebigen  Zeichens   zwischen  den  Anführungszeichen.  Das
  gewünschte  Programm  wird geladen, egal wie  der Name auch sein mag.
  Dieses gilt nicht beim Laden von Kassette.

4.3 BASIC-Programme im HC900 (KC85/2)

Kurzform:
 1. mit "JUMP 8" BASIC- Modul aktivieren 
(... alles weitere entspricht den KC85/3 und /4:)
 2. BASIC wählen 
 3. bei "MEMORY END ? :" einmal Eingabetaste drücken 
 4. mit "CLOAD"NAME"" Programm laden 
 5. mit "RUN" das Programm starten 

Ausführlich:

Der HC900 (KC85/2) enthält selbst keinen Basicinterpreter. Man hat hier zwei Möglichkeiten:

1. Man lädt den  Basicinterpreter  mit LOAD  von Kassette  nach. Dieser belegt  aber selbst den RAM bis Adresse 2A00h. Basicprogramme werden dadurch weiter  oben in  den RAM geladen. Programme  mit eingebauten MC-Routinen laufen deshalb mit der Kassettenversion nicht.

2. Man  verwendet  den  Basicinterpreter  aus  dem  Basic-Modul. Dieses enthält  nicht nur den  BASIC-Interpreter, sondern  auch ein eigenes erweitertes Betriebssystem. Aufgerufen wird es mit "JUMP 8".
Es meldet  sich jetzt das  HC901-CAOS. Man hat damit praktisch einen KC85/3 vor sich, und kann das Basic auch wie beim KC85/3 nutzen.

4.4 BASICODE- Programme

Auf der Homepage "BACK TO die Urzeit" sind  BASICODE-Programme zusammen mit dem benötigten BASCODER als  automatisch  startende BASIC-Programme für den KC85/4 zu finden. Es  ist genauso möglich Basicode-Programme zu laden, die  als  ASCII-Text  (www.basicode.de)  oder im  KCREAD- Format vorliegen. Eine weitere Variante sind als BASIC-Programm abgespeicherte Files.

Kurzform (ASCII und KCREAD- Format):
1. BASCODER laden und starten
2. *L eingeben
3. Datei auswählen bzw. Band starten
4. ... fertig!  Den Rest macht  der BASCODER alleine. Dies schließt das
   Laden, Übersetzen und Starten des Programmes ein.

Kurzform (BASIC- Format):
 1. BASCODER laden und starten
 2. CLOAD"Name" eingeben
 3. mit "RUN" das Programm starten

Ausführlich:

Um  BASICODE-Programme,  die  im Format von  KCREAD oder als ASCII-Text gespeichert  wurden  nutzen zu können, ist wie beim  Original zuvor der BASCODER  zu  laden.  Nach dem  Start geben Sie "*L" ein, dann wird das Programm  geladen und anschließend  vom BASCODER automatisch ins BASIC- Format  übersetzt und gestartet. Alternativ  können diese Dateien durch das  Tool  KCCONV  in das BASIC-Format  umgewandelt werden. Denkbar ist auch,  daß Programme am Original-KC schon in  diesem Format gespeichert wurden.  Hier  ist  ebenfalls  für die  Nutzung der BASCODER notwendig.
Nachdem  Sie  den BASCODER gestartet haben, laden  Sie ein Programm wie ein normales BASIC-Programm mit "CLOAD"Name"" und starten es mit "RUN".
Es entfallen nur das Übersetzen durch den BASCODER und der automatische Programmstart.
Im HC900  können  BASICODE-Programme  nur  gestartet  werden, wenn  man vorher  das BASIC-Modul  aufruft. Mit der Kassetten-Version  des Basic-Interpreters sind BASICODE- Programme nicht ausführbar.

4.5 Laden und Starten von Programmen (besondere Emulatorfunktion)

Wem alles, was von Punkt 4.1 bis 4.4 beschrieben  wurde, zu umständlich
ist, der sollte die Tastenkombination "ALT+T" oder "ALT+N" ausprobieren.
Für alles andere  sorgt der EMU ! Oder geben  Sie gleich beim Start des
EMU den Namen des Programms als Parameter an.

Zusatzinfo:
- "ALT + T" führt aus: Hardware"Reset" -> RAM löschen -> Programm laden
   ->Programm starten oder Auflisten im CAOS-Menü
- "ALT + N" führt aus: Warmstart -> Programm laden  -> Programm starten
  oder Auflisten im CAOS-Menü
- auch möglich "ALT+L": Programm laden  (kein  Programmstart, wenn File
  nicht als selbststartend abgespeichert wurde)
- KC85EMU  bringt zwei  integrierte  BASCODER mit, die  für den automatischen
  Programmstart  genutzt  werden. Zwischen  der  Farb- und der Schwarz/Weiß-
  Version kann im Optionsmenü des Emulators gewählt werden.

4.6 Allgemeines zum Laden von Festplatte oder über die Soundkarte

Beim   Laden   einer  PC-Datei   entscheidet  die  Geschwindigkeit  des verwendeten  Rechners  über  die  Dauer des  Vorganges. Dieser wird vom Emulator  nicht  gebremst. Wer über  die Soundkarte  Programme einlesen möchte,  hat  mit großer Wahrscheinlichkeit noch  die Digitalisierungseinstellungen  anzupassen. Dies  ist notwendig, sobald  mit den Voreinstellungen  beim  Laden  Blöcke  nicht  erkannt  oder  mit  "*" bzw "?" markiert  werden.  Es ist  im Optionsmenü möglich Tondämpfung, Hochpaß, Tiefpaß, Trigger und Empfindlichkeit zu verändern. Weitere Infos zu den Einstellungen sind im Kapitel "Das Optionsmenü" zu finden.